Tore des Erwachens

Wieder einmal möchte ich dir ein Video vorstellen, das mich berührt hat und mir die Augen geöffnet hat. Kennst du Begriffe wie „Neophobie“ oder „kognitive Dissonanz„? Nicht? Dann erweitere dein Wissen…

Am interessantesten finde ich die Einleitung, wie Neil es gelingt, den richtigen Umgang mit neuen Informationen zu beschreiben. Auch den Schluss finde ich gelungen, wie Neil unseren Einfluss auf unsere Umgebung – und schliesslich unser Leben – beschreibt.

Das Video enthält sehr viele Informationen. Diese werden einem in unglaublichem Tempo an den Kopf geknallt.  Aber sieh selbst:

Für die, die lieber lesen, habe ich den Anfang und den Schluss hier zum lesen. (Der Rest folgt vielleicht auch noch):

Tore des Erwachens

Einleitung

Für die Dauer dieses Vortrags möchte ich Sie bitten, Ihre Meinung dazu was “Real“ ist einmal zu beurlauben. Ähnlich, wie Sie es im Kino bei einem Fantasy-Film tun würden. Wenn wir das nicht tun, kommt es dazu, dass unser innerer Zensor uns irgendwann sagt: „Das ist doch Blödsinn, hör nicht mehr zu.“ Oder es kommt zum anderen Extrem, unsere Gedanken schaukeln sich auf und sagen: „Ja, das ist eine gute Sache! Mehr davon!“ Beide Extreme helfen uns aber nicht bei dem Prozess zur Erarbeitung neuen Wissens. Deshalb schlage ich vor, dass wir in keins der beiden Extreme verfallen.

Wenn Sie etwas glauben, schleppen Sie einen Amboss mit sich herum der diesen Glaubenssatz repräsentiert. Oft belastet einen ein solcher Glaubenssatz oder schränkt einen ein. Ähnlich wie ein Kreuz, das man auf dem Rücken schleppt. Er verhindert, dass man sich frei bewegen kann.

Wenn man Informationen aufnehmen kann, ohne sie sofort zu glauben oder zurückweisen zu müssen, sind sie leicht wie eine Feder. Informationen beeinträchtigen einen dann kaum. Man braucht sich ihnen dann weder zu unterwerfen, noch muss man sie bejubeln oder anderen kundtun.

Umgang mit den Informationen

Alles was ich in diesem Vortrag sagen werde, sollte von Ihnen in diesem Sinne als Feder angesehen werden. Also einfach nur reine Information. Einfach nur Worte, die Sie nicht sofort, wenn Sie sie hören bewerten oder in die Kategorien ‚wahr‘ oder ‚falsch‘, einteilen müssen. Ein Indianer in Amerika trägt in seinem Kopfschmuck eine riesige Menge Federn mit sich herum. Wie viele es sind, macht wegen ihres geringen Gewichts wenig aus. Federn die einem gefallen, hebt man auf und Federn die man nicht mag, wirft man einfach weg. Wenn man hingegen ein Glaubenssystem in Form eines Amboss mit sich herumträgt, erträgt man das nur für begrenzte Zeit.

Mit Hilfe dieser einfachen Analogie, die ich hier hergestellt habe, können Sie jetzt auch verstehen, warum so viele Menschen in Ihrem Umfeld, sei es Familie, Freunde oder andere Menschengruppen, sich so schwer mit Informationen über Dinge tun, die uns so am Herzen liegen: Die wichtigen Themen, dieser sich verändernden Welt.

Wenn man diese Informationen alle in ein Glaubenssystem zwängt, kann man nur eine gewisse Menge an Informationen aufnehmen, bis es einem zu viel wird. Viele Menschen sagen dann schnell: „Danke, war nett mit Ihnen zu reden, aber das wird mir alles ein bisschen zu viel. Wir sehen uns nächste Woche.“ Darum ist es wirklich wichtig, dass wir das verstehen.

Neophobic Shutdown

Bevor wir jetzt in den Vortrag einsteigen, möchte ich kurz auf das Thema: „Neophobic Shutdown“ eingehen. Also auf die Angst vor Neuem, die dazu führt, dass man mental dicht macht. Das ist der Name für den Prozess der in Menschen abläuft, die sich nicht für die ganzen seltsamen, neuen Informationen unserer Welt interessieren. Das betrifft auch die meisten der intelligenten, liebevollen Menschen, mit denen Sie täglich zu tun haben, die aber von ihren Theorien oder den interessanten Büchern die Sie gelesen haben nichts wissen wollen. Diese Menschen wollen nichts von Konferenzen wie diese hier wissen und sie wollen auch nichts von den Lügen der Politik wissen. Wir fragen uns dann natürlich: Warum wollen sie davon bloss nichts wissen? Diese Neophobie, also die Angst vor Neuen, sich verändernden Informationen, wird von aussen gezielt in uns erzeugt, um es Menschen schwer zu machen, heikle Informationen aufzunehmen und sie zu bewerten. Dahinter stecken vier Mechanismen, die man verstehen kann:

Angst erzeugen

Was führt also dazu, dass sich Menschen an diese alten, zerfallenden Systeme klammern? An Paradigmen, von den wir wissen, dass sie falsch sind? Dafür gibt es eine Reihe von Gründen: Angst stellt dabei den wesentlichen Grund dar. Jede Schlagzeile, jede Sensationsnachricht, egal woher sie stammt, basiert immer auf dem Schüren von Angst. Es ist ein klassisches Werkzeug, die Psyche durch Angst zu fragmentieren. Denn dadurch lässt sich die Psyche leichter manipulieren.

Kognitive Dissonanz

“Kognitive Dissonanz“ steht für das unangenehme Gefühl, welches sich in einem Menschen ausbreitet, wenn er zwei widersprüchliche Konzepte gleichzeitig in seinem Verstand präsent hält. Bei vielen erzeugt das so etwas wie eine mini Depression, die sie nicht erleben möchten. Und was macht man dagegen? Man verdrängt das entsprechende Thema und denkt nicht mehr darüber nach.

Frühere Investitionen

Der Begriff “frühere Investition“ steht für einen sehr wichtigen Aspekt. Wenn jemand sein ganzes Leben lang damit verbracht hat, sich in einem System oder Paradigma zu engagieren, das sich als falsch herausstellt, kann sich dieser Mensch nur sehr schwer mit dieser Situation zurechtfinden. Wenn man das ganze Leben lang brav seine Steuern bezahlt hat, eine Hypotheke fürs eigene Haus aufgenommen hat, über eine Lebensversicherung verfügt, die Grundlagen für die Rente gebildet hat und die allgemeine Lebenssituation, politische Umstände einigermassen erträglich sind, wieso sollte man dann alles loslassen und das bestehende System hinterfragen? Umso älter man wird, umso schwieriger wird es, loszulassen. Umso mehr man selbst in das System investiert hat, umso weniger ist man selbst dazu bereit sich aus dem System zurückzuziehen und es zu hinterfragen.

Konzentration schwächen

Der letzte Punkt klingt harmlos, ist aber geschickt eingefädelt: Es ist die Unfähigkeit sich zu konzentrieren. Wenn sie eine Weile lang Fernsehen, was ich niemandem empfehlen würde, ist das erste was sie wahrnehmen die Kameraführung, Schnitt- und Tonfolge. Die Kameraperspektive ändert sich dauernd, alles ist schnell und das ist der heutige Stil im Fernsehen. Wenn man sich einen Action Film ansieht, ist der so schnell, dass man teilweise nicht einmal mehr mitkriegt was eigentlich passiert. Man hat auch in Werbespots teilweise Frames entfernt um den Eindruck schnellerer Bildwechsel zu erzeugen. Das gleiche Schema findet man zunehmend auch in Texten und im Satzbau. Die Sprache die heutzutage für Nachrichten verwendet wird muss schnell und verkürzt sein. Jegliche Form von Pause, jegliche Beständigkeit oder Konsistenz, jegliche Ruhe oder Stille ist heutzutage nicht sendefähig. Alles muss schnell sein. Dies führt dazu, dass unsere Fähigkeit uns zu konzentrieren abnimmt. Dadurch wird auch unsere Fähigkeit etwas Kreatives in unserem Leben zu erschaffen massiv negativ beeinflusst. Ohne Konzentration können wir nicht wirklich etwas erreichen. Die Angst vor Neuem führt zu einem Prozess in den Menschen, sich dafür entscheiden, sich nicht mehr weiter zu entwickeln. Dies wird ihnen nicht unbedingt von aussen aufgezwungen aber es wird ihnen nahe gelegt und sie akzeptieren diesen Vorschlag einfach. Es ist also die persönliche Entscheidung, sich nicht weiter fortzuentwickeln. Und dies steht im engen Zusammenhang mit dem exzessiven Konsum von Massenmedien. Menschen die viel Fernsehen, die die Boulevardpresse lesen, die regelmässig ins Kino gehen, die dauernd über die neusten Schlagzeilen in den Massenmedien reden, unterstützen damit das ganze Konstrukt und halten es am Leben. Sie verbreiten die ganzen negativen Themen in ihrem Umfeld und jeder der einmal versucht sich dem Sog der Massenmedien zu entziehen, wird etwas sehr interessantes erleben.

Ich hatte in den letzten Monaten einige Auftritte in den USA. Nach einem dieser Auftritte kam ein Mann auf mich zu und erzählte mir, dass er vor einem Jahr aufgehört hat Fern zu sehen, dass er deshalb begonnen hat mehr zu lesen und mehr Zeit mit seinen Kindern zu verbringen. Er hat angefangen zu malen und ist viel gereist. Durch diese Veränderung wurde sein Leben viel erfüllter, reicher, freier und einfach menschlicher und somit besser. Er sagte mir, dass er keine Nachrichten mehr schaut, weil sie irrelevant für ihn geworden sind. Was für ihn wichtig ist, sind die Dinge, die er in seinem persönlichen Leben erlebt. Es sucht sich die Informationen die er benötigt, gezielt selbst zusammen und lässt sich nicht medial zuballern.

[Vortrag geht weiter. Text noch nicht zitiert.]

Schlussworte

Zum Ende meines Vortrags möchte ich ihnen noch die folgenden zwei Aspekte bzw. Perspektiven mit auf den Weg geben:

Jegliche negativen dunklen Kräfte in unserer Welt, alles Schlechte, wie auch immer man es bezeichnen möchte, all das sind wir selbst. Wir sind der Schatten. Wir sind mitschuldig an der Existenz aller externen Widersacher. Diese Widersacher repräsentieren für uns unsere eigenen verleugneten Schattenaspekte und sind die Projektion unserer eigenen festhängenden Energien. Wir können diese Energien nur auflösen, in dem wir sie in uns selbst erkennen und transformieren. Denn wir strahlen die Energien nur aus und ziehen damit die Widersacher an. Jegliche Dunkelheit ist nur eine Verkörperung unseres eigenen Schattens. Schatten an sich ist nicht schlecht, es ist einfach nur Schatten und Schatten ist Dunkelheit. Er ist natürlich und ganz normal. Wir sind zwar der Schatten aber auch das Licht. Die Anerkennung der Quelle des Lebens bzw. der “Göttlichkeit“ in uns selbst, man kann es Gott nennen oder Michel, wie auch immer sie es nennen, ist egal. Aber wenn man diesen Aspekt anerkennt, führt dies zur Auflösung jeglichen unterwürfigen Bewusstseins und das Individuum erhält dadurch die Macht zu erschaffen. Durch das Erkennen unserer unveränderbaren Souveränität wird unser Geist befreit. Wir werden dadurch unantastbar. Wir sind dann nicht länger Diener, sondern sind unser eigener Herr im Haus. Indem wir in jede unserer Handlungen unser gesamtes Bewusstsein einbringen, egal wie grossartig oder trivial die Handlung sein mag, werden wir dadurch alles und jeden mit dem wir in Kontakt kommen, positiv beeinflussen. Das ist die eleganteste, dynamischste und aussergewöhnlichste Waffe, die wir gegen jedes System einsetzen können, das uns nicht gefällt. Es ist etwas das wir in uns tragen, dass wir jedoch unterschätzen. Bewusst zu sein und Bewusstsein in alle unsere Handlungen einzubringen, bedeutet das Ende für jegliche Systeme, die nicht förderlich für uns sind.

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