Die Fehler im Geldsystem

Jedes System, welches man mit einer progressiven Kurve (s. Beitragsbild) beschreiben kann, muss zwangsläufig irgendwann kollabieren. Entweder das System wird aufgrund seiner Instabilität durch innere Spannungen von selbst zerrissen oder die Menschen, die es aufrecht erhalten wollen/müssen, gehen daran kaputt, was ebenfalls das Ende das Systems bedeuten würde. Unser Geldsystem ist genau ein solches System!

Immer mehr, bis geht nicht mehr…
Unser jetziges, auf Schulden und Zinsen basierende Geldsystem, erzwingt eine wiederkehrende Zerstörung und einen anschliessenden Neuaufbau der Infrastruktur. Sämtliches Wachstum kann sich aus Platz- und Kulturgründen nicht fortsetzen wie in den letzten 70 Jahren. Aufgrund des systembedingten progressiven Wachstumszwangs muss die aufgebaute Infrastruktur wieder zerstört werden, sobald sie gesättigt ist, was zur Notwendigkeit von Kriegen führt. Der Volkszorn, der beim totalen Kollaps der Finanzsysteme entsteht, lässt sich dabei als Instrument benutzen, es muss nur das passende Feindbild geschaffen werden.

Immer mehr Zinsen belasten uns alle…
Für jedes Produkt das wir kaufen, zahlen wir nicht nur die Mehrwertsteuer an den Staat, sondern auch Zinsen an die Bank. Denn der jeweilige Hersteller überträgt seine eigenen Zinskosten resultierend aus seinen Betriebsschulden, die er bei der Bank hat, auf den Verkaufspreis des Produkts. Kreditschulden und die daraus erfolgende Zinsbelastung tangiert unser aller Leben viel mehr, als wir es uns bewusst sind – auch wenn Du persönlich gar keinen Kredit aufgenommen hast.

Immer mehr Konsumieren…
Qualitativ hochwertige Produkte, die jahrelang funktionieren, bringen der Wirtschaft keinen Gewinn. Im Idealfall ginge jedes Produkt direkt nach Ablauf der gesetzlichen Garantie kaputt, damit der Kunde es ersetzen muss. Qualitätsprodukte sind in einer Konsumwirtschaft unerwünscht. So ist es schon seit vielen Jahren technisch machbar, dass Produkte entwickelt und hergestellt werden, die planmässig verschleissen. Die Lebensdauer von jedem einzelnen Bauteil eines Produkts kann sehr genau berechnet und natürlich auch beeinflusst werden. Stichworte zum Googeln: MTBF oder MTTR. Denke nicht, dein Fernseher oder dein Küchenmixer ist “einfach so plötzlich“ kaputt gegangen, hier stecken aufwändige Kalkulationen dahinter. Diese Machenschaften spielen sich knapp im legalen Rahmen ab. Für die Umwelt und unsere Geldbörsen ist es eine Katastrophe, für die Wirtschaft ein Segen.

Immer reicher und reicher…
An den Finanzmärkten sind stabile Kurse nicht gerngesehen, denn das meiste Geld lässt sich mit stark fallenden oder steigenden Kursen verdienen aber nicht wenn sie stagnieren oder langsam steigen. Das wäre ja zu einfach. Kurs-Instabilitäten sind somit wünschenswert, solange man die damit verbundenen Risiken auf Dritte abwälzen kann. Bei den Menschen, die bereits viel Geld besitzen, gleichen sich auch grössere Kursverluste auf irgend einem Depot wieder aus. Die Reichen werden ständig reicher – oder zumindest nicht ärmer. Die körperliche, geistige, zeitaufwendige Arbeitsleistung für dieses gewinnbringende Wirtschaftssystem und auch dessen Risiken tragen am Ende der Nahrungskette Menschen wie Du uns ich. Wir sind es, die von heute auf Morgen unseren Job, unser erspartes verlieren oder plötzlich die Schuldzinsen nicht mehr bezahlen können.

Immer mehr Gewinne…
Unternehmen X kann dieses Jahr 1Mio. Dividenden an die Aktionäre ausschütten. Nächstes Jahr werden von den Geldgebern natürlich 5% bzw. 50’000.- mehr erwartet, also 1.05 Mio. Das Unternehmen schafft dies. Wieder erwarten die Aktionäre im Folgejahr eine Steigerung von 5% bzw. 52’500.-, also wird bereits eine Ausschüttung von 1’102’5000.- erwartet. Und so startet das Spiel. Am Anfang harmlos, bis nach 23 Jahren bereits die dreifachen Gewinnbeteiligungen erwartet werden. Stagnierende Gewinne sind ein negatives Zeichen. Das Unternehmen muss wachsen, nur so bleibt es interessant.
Durch Unternehmenszusammenschlüsse, entstehen immer grössere Konzerne, die dann bei Krisen aufgrund ihrer Grösse als systemrelevant eingestuft werden und deshalb mit Steuergeld gerettet werden. Konzerne – speziell Banken – die wissen, dass sie sowieso gerettet werden, können auf diese Weise unverhältnismässig hohe Risiken eingehen. Kleine Unternehmen sind nicht mehr wettbewerbsfähig und verschwinden von der Bildfläche: Früher Tante-Emma-Laden um die Ecke, dann Migros-Einkaufslastwagen, schliesslich Kaufhauszentrum in der benachbarten Stadt und in Zukunft virtueller Einkauf vom Sofa aus, beim einzigen Grossverteiler des Landes… Unternehmensstrukturen sind Jahr für Jahr im Wandel. Unter dem Druck immer grössere Gewinne abzuwerfen werden Konzerne ständig grösser. Aber werden sie dadurch für DICH und MICH besser? Hat die Wettbewerbskommission überhaupt das Interesse, diesen Wandel zu stoppen? Wohin fliessen die Dividenden?

Immer mehr Versklavung…
Es ist wichtig die Menschen zu beschäftigen, damit sie nicht zu viel Zeit haben, um darüber nachdenken, was sie eigentlich machen. Wirtschaftliche Ausbeutung oder Lohnsklaverei bezieht sich auf die völlige und unmittelbare Abhängigkeit jedes einzelnen “Normalbürgers“ von seinem Lohn, um zu überleben. Obwohl die Menschen schon immer arbeiten mussten, um ihr Auskommen zu sichern, leben wir heute in einer Kultur, die uns glauben machen will, dass wir wirtschaftliche Freiheit besitzen. In Wahrheit sind wir alles andere als frei. Was passiert, wenn ich nächste Woche kündige und stattdessen 9 Stunden meinem liebsten Hobby nachgehe? Leider sind wir in Sklaverei geknechtet. Wir akzeptieren eine 42 oder sogar 45-Stunden-Arbeitswoche um den teuren Lebensstandard zu leben, der uns medial und im Umfeld vorgelebt wird. Hinzu kommen Auslagen wie: Abzahlen der Hypothekarschulden, Versicherungen gegen jedes nur erdenkliche Risiko, Altersvorsorge (in meinem Fall: Sparen für 2052), Steuern bezahlen für überteuerte Gemeinde- und Staatsprojekte, um nur einige zu nennen. Was am Schluss übrig bleibt? Gerade soviel, damit keiner auf die Idee kommt darüber nachzudenken ob es einen (legalen, moralisch korrekten) Weg gäbe, ohne Einkommen zu überleben.

Immer mehr zu unseren Lasten…
Unser Wirtschaftssystem lebt nicht von durchweg gesunden Menschen. Kranke Menschen tragen im Gegensatz zu den gesunden durch ihre regelmässigen Arztbesuche, kostspieligen Therapieren und dem Kauf teurer Medikamente zum Bruttosozialprodukt des Landes bei. [“Denn was bringt den Doktor um sein Brot? A) die Gesundheit, B) der Tod. Drum hält der Arzt, auf dass er lebe, uns zwischen beiden in der Schwebe.“ von Eugen Roth] Ich behaupte nicht, dass Ärzte beabsichtigen uns mehr zu schaden als zu nützen. Sie tun dies vielmehr, weil sie es so gelernt haben. Erfreulicherweise hinterfragen immer mehr Ärzte die eigenen Methoden und werden offener für Alternativen. Seit 20 Jahren können dank des Internets die Ärzte der Welt, die Studenten verschiedenster Universitäten ihre Erfahrungen und Studienergebnisse untereinander austauschen, was zu einer viel steileren Lernkurve führte. Diese Vernetzung unterbricht zunehmend die negative Beeinflussung durch die eigennützige Pharmaindustrie und deren subjektive Ausbildung für die wissbegierigen werdenden Ärzte.

Informationen zum Thema

Weitere sehr informative Videos auf Youtube:

https://youtu.be/j40WhNPrzYs
https://youtu.be/kIhBef6bC1E
https://youtu.be/_h0ozLvUTb0
https://youtu.be/ymvNOQUwhdc
https://youtu.be/Zp7vgOqgpBg
https://vimeo.com/84632048
https://vimeo.com/86052351
 

Mainstream Dokus nenne ich diejenigen Dokus, die zwar interessante Fragen ansprechen, jedoch nicht den wahre Ursachen aufdecken können, da der Film sonst nicht ausgestrahlt würde.

Mehrfach ausgezeichnete Mainstream Doku – Four Horsemen – Reiter Der Apokalypse (Deutsche Version)

Mainstream Doku – The Corporation (DE Untertitel)

 

Links zum Thema

Link: Der Josephspfennig. Beispiel von exponenziellem Wachstum

LINK: STUDIE: Können einzelne Banken Geld aus dem Nichts erschaffen?

Link: Mögliche Lösung? Vollgeld-Initiative Schweiz

 

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